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BG6-16 auf Klassenfahrt nach Amsterdam

BG6-16 in AmsterdamTag 1 - Montag

Um 08:00 Uhr startete unsere Reise nach Amsterdam. Voller Elan machten wir uns zunächst auf den Weg nach Hamburg. Anschließend ging es mit dem nächsten Zug nach Osnabrück, wo wir dann aufgrund eines Zugausfalls einen zweistündigen, ungewollten Aufenthalt hatten. Genervt ging die Fahrt weiter Richtung Amsterdam. Letztendlich kamen wir gegen 17 Uhr in unseren Zimmern an.
Um 20:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Grachtenfahrt. Eineinhalb Stunden fuhren wir durch die Grachten Amsterdams und bekamen einen ersten Eindruck von der schönen Stadt. Durch Kopfhörer wurden uns auf verschiedensten Sprachen Informationen über die Stadt vermittelt. Nach der Grachtenfahrt hatten wir ein bisschen Freizeit, um etwas zu essen und uns der Herausforderung zu stellen, das „Amsterdam-Logo“ zu finden. Schlussendlich verlief sich die Mehrheit und schwirrte einige Stunden durch die dunkle Innenstadt. Gegen Mitternacht kamen wir glücklicherweise alle zusammen im Hostel an und konnten endlich schlafen gehen.

Unser Hotel

Das Hotel namens „Meininger“ liegt relativ zentral und direkt am Bahnhof. Uns standen 3er, 4er und 6er Zimmer zur Verfügung. Jedes Zimmer hatte ein eigenes Bad mit Dusche, Toilette und einem Waschbecken. Über kleine Log-In-Zettel konnte sich jeder Einzelne in das kostenlose WLAN-Netz einloggen. Zudem verfügte unser Hotel auch über eine öffentliche Küche und mehrere Gruppenräume. Auch das Frühstück war vielfältig und beinhaltete z. B. Wurst, Käse, Marmelade, Cornflakes und vieles weitere. Dazu konnte man wählen zwischen unterschiedlichen Säften bis hin zu warmen Tees oder heißer Schokolade.

Tag 2 - Dienstag

Am zweiten Tag der Klassenfahrt haben wir in der Innenstadt von Amsterdam eine Stadtrundführung unternommen. In Gruppen aufgeteilt wurden wir von zwei Guides herumgeführt, die uns auf Deutsch die Stadtgeschichte näherbrachten und uns die wichtigsten Orte der Hauptstadt zeigten. Unter anderem besuchten wir das Rotlichtviertel, in dem wir beim Durchgang einen Einblick in den Alltag verschiedener Damen bekamen, die in einzelnen Schaufenstern ihre sexuellen Leistungen anboten. Anschließend wurde uns eine sogenannte „Condomerie“ gezeigt, die sehr merkwürdige und teilweise fantasievolle Kondome verkaufte. Weiterhin wurden wir zu der großen und bedeutungsvollen „Rembrandt“ Statue geführt und lernten die verzweigten schmalen Gassen von Amsterdam kennen, in denen sich immer wieder überraschende Läden, Restaurants, und andere schöne Gebäude versteckten. Die Stadtführung dauerte ca. 3 Stunden und endete mit einem Klassenessen in einem Pancake-Café.
Nach diesem langen Marsch durch die Stadt taten die Füße weh und der Magen knurrte. Also beschlossen wir geschlossen als Klasse, typisch für Amsterdam, Pancakes essen zu gehen. Ein wahrer Augenschmaus war der Pancake mit Sahne, Eis und Erdbeeren, während der Pfannkuchen mit Nutella und Banane nur auf der Karte verheißungsvoll klang. Anderthalb Stunden später, um über zehn Euro erleichtert und manche mehr, manche weniger zufrieden mit dem Essen, durften wir in Kleingruppen die Stadt auf eigene Faust erkunden. Gemütlich schlenderten wir erstmal durch Amsterdams Bummelstraßen und erreichten schließlich, sehr zu unserem Wunder ohne Zusammenprall mit einem Radfahrer, den bekannten Blumenmarkt. Dieser ist für jeden Touristen ein Muss. Die einen interessierten sich für die Blumen, die Käse Fans eher für die anliegenden Käseläden. Doch im Endeffekt war für jeden etwas dabei. Letztendlich waren unsere Rucksäcke gefüllt mit Souvenirs, Blumenzwiebeln, Käselaiben und einem Großeinkauf aus dem günstigsten Supermarkt, der in der Innenstadt aufzutreiben war.
Mit schmerzenden Füßen aber gut gelaunt ging es mit dem Bus zurück ins Meininger Hotel, wo wir uns nach dem Duschen zusammen in der Lobby trafen, um gemeinsam etwas zu essen und Werwölfe zu spielen. Abends wurde auf den Zimmern noch Musik gehört, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Obwohl wir uns jeden Tag vorgenommen hatten, nicht allzu spät ins Bett zu gehen, waren wir dann doch nicht ganz so müde, als das Licht ausging.

BG6-16 in AmsterdamTag 3 - Mittwoch

Am dritten Tag standen das bekannte Rijksmuseum und der Dungeon auf unserem Tagesprogramm. Unser Tag begann mit einem nahrhaften Frühstück und guter Laune. Gegen 9:30 Uhr sind wir im Hotel aufgebrochen und haben uns auf den Weg ins Rijksmuseum gemacht, welches sich am sogenannten Museums Plein mit vielen anderen Musen, wie z. B. dem Van-Gogh-Museum, befindet. Beim Rijksmuseum handelt es sich um ein niederländisches Nationalmuseum mit vielen bekannten Kunstwerken von Rembrandt und weiteren Künstlern. Wir sind eigenständig durch das Museum gelaufen und haben es auf verschiedene Arten und Weisen erkundet. Das Museum ist in drei große Etagen unterteilt und bietet viele Sitzmöglichkeiten, die wir bei unserem dreistündigen Aufenthalt auch in Anspruch genommen haben! Zu den Ausstellungsstücken zählten Gemälde, Ritterrüstungen, Waffen, Schmuck, Besteck und Musikinstrumente. Demensprechend war für jeden etwas dabei. Das Feedback zum Rijksmuseum ist sehr positiv ausgefallen.
Als wir aus dem Rijksmuseum kamen, bekamen wir Freizeit, um die Stadt nochmal selbst entdecken zu können. In kleinen Gruppen verteilten wir uns über die Kanalstadt und erlebten unterschiedlichste Abenteuer. Einige nutzten die Gelegenheit, um die Läden zu stürmen; wiederrum andere, um die Stadt weiter kennen zu lernen. Um 15:30 trafen wir uns am Dungeon und als die Aufregung der meisten Schüler stieg. Wir wurden nach dem Einlass in ein Verließ geleitet, wo uns die allgemeinen Verhaltensregeln nahegelegt wurden. Wir wurden durch verschiedenste Räume geleitet und einzelne Schüler wurden in die jeweiligen Aktionen mit eingebunden, was sehr zur Belustigung der anderen Schüler führte. So wurde ein Schüler beispielsweise als „Fashionkiller“ bezeichnet, mit dem Vergehen, nicht trendig genug für eine Metropole wie Amsterdam zu sein. Andere wiederum wurden als Hexe angeklagt und wurden auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Die Geschichte Amsterdams wurde auf neckische Art und Weise erzählt, wodurch wir ebenfalls viele interessante Informationen der Geschichte dazu gewonnen haben. Die Akteure waren verkleidet und trugen Make-up, was die Spannung ebenfalls steigerte. Durch viele kleine erschreckende Momente waren einige Schüler anschließend froh, wieder einen normalen Herzschlag zu erlangen. Die Klasse war sehr positiv überrascht, da ein Großteil vorher Bedenken gegenüber dem Dungeon hatten.
Danach konnten wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wieder zum Hotel zurückfahren oder noch weiter in der Stadt verweilen, was den Schülern freigestellt wurde. Wir sollten spätestens um 22:00 Uhr zurück sein und kauften uns eigenes Essen. Völlig erschöpft fielen wir abends ins Bett mit der Vorfreude auf den nächsten Tag.

Tag 4 - Donnerstag

Rotlichtviertel

Am Abend trafen wir uns, nachdem wir die Stadt ein letztes Mal zu erkundet hatten, in der Burgerfabrik. Diese befindet sich im Rotlichtviertel. Der liebliche Duft der Burger begegnete uns schon auf dem Hinweg, dies machte es auch äußerst einfach, das Restaurant zu lokalisieren. Als wir den ersten Blick in die Speisekarte geworfen hatten, überkam uns ein Gefühl der Freude. Die Vielfalt der Auswahl war überwältigend und jeder hatte die Chance, seinen Burger individuell zusammen zu stellen. Nachdem alle Bestellungen aufgenommen waren, spürte man schon die Anspannung des Teams. Die Fertigstellung konnte man in der offenen Küche verfolgen. Die Bürger wirkten so sättigend auf uns, dass für das vielversprechende Dessert keinerlei Platz mehr war. Gut gelaunt und mit vollem Magen verließen wir nacheinander die Burgerfabrik, um noch einen Verdauungsspaziergang zu vollbringen.

Anne-Frank-Haus

Unser Haupttagespunkt am Donnerstag war der Besuch des Anne-Frank-Hauses. Um halb zehn begann unsere Führung mit den Audio-Guides. Aufgrund der geringen Größe des Hauses musste unsere Klasse in zwei Gruppen geteilt werden. Die Führung begann in zwei Räumen, in denen es allgemeine Information über die Judenverfolgung und Anne Frank gab. Nach diesen zwei Räumen gingen wir über eine steile Treppe hinter dem berühmten Bücherregal in den Wohnbereich der Familien Frank und van Pelt. Die Zimmer der Personen, die dort gelebt haben, waren nahezu ausgeräumt. Im Zimmer von Anne Frank waren noch Wandbilder von Prominenten und im Zimmer der Eltern Frank befand sich die Küche, in der Stühle und ein Tisch standen. Weiter im Dachgeschoss wurden zahlreiche Tagebucheinträge ausgestellt. Zum krönenden Abschluss lief dann noch ein Film mit Interviewausschnitten und es gab die Möglichkeit, im Museumsshop ein Souvenir zu kaufen. Nach dem Besuch im Anne-Frank-Haus hatten wir bis 18.00 Uhr Freizeit.
In kleinen Gruppen durften wir uns nun alleine auf den Weg machen und die Stadt selbstständig erkunden. Einige schlenderten entspannt durch den Park, andere bummelten durch die Stadt, fuhren ganz typisch mit dem Fahrrad durch die Straßen und wieder andere mieteten ein Tretboot und fuhren durch die idyllischen Grachten.

Tag 5 - Freitag

Morgens früh um 9:00 Uhr frühstückten alle Beteiligten! Wir aßen uns die Bäuchlein voll, denn es war die einzige feste Mahlzeit, welche wir vor der Abreise tätigten. Nachdem wir wieder in unseren Gemächern waren, räumten wir die Zimmer auf. Wir zogen unsere Betten ab, packten unsere Köfferchen, sowie unser Handgepäck. Nachdem wir unsere Zimmer verließen, trafen wir uns mit der ganzen Klasse und den Lehrern zum Besprechen der letzten Stunden in Holland. Im Anschluss gab es die Möglichkeit, die letzten Stunden der Freizeit selbst zu gestalten. Einige fuhren nach Amsterdam rein, um die letzten Einkäufe zu tätigen und um Mittagessen zu gehen. Einige von uns gingen zum Beispiel ins Pfannkuchenhaus oder in eine der zahlreichen Pizzerien. Andere wiederum blieben in der Nähe des Hotels und genossen das superheiße Wetter beim Chillen.
Nachdem die gesamte Klasse plus Lehrkräfte gegen 16 Uhr wieder versammelt war, holten wir unsere vorher abgestellten Koffer aus einem Raum, der extra für unsere Heiligtümer vorgesehen war. Wir bekamen unsere Karten für den Zug und gingen zur Station Sloterdijk.

Zugfahrt

Nach der Freizeitzeit sind wir dann mit dem Bus zum Amsterdam-Central gefahren. Dort sind wir in den Zug nach Osnabrück gestiegen. In Bad Bentheim mussten wir dann jedoch in einen anderen Zug nach Osnabrück umsteigen, da unser ursprünglicher Zug technische Probleme aufwies. Als wir dann nach etwa 3 Stunden in Osnabrück ankamen, mussten wir in den Zug nach Hamburg umsteigen und von Hamburg sind wir dann nach Lübeck gefahren. Nach 8 Stunden Zugfahrt waren wir endlich um 0.00 Uhr in Lübeck angekommen.

Fotos: Klasse BG6-16

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