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So stemmen Berufsschulen 3500 Prüfungen

Die fünf städtischen Berufsschulen müssen in Zeiten des Coronavirus massenhaft Abschlussprüfungen abwickeln.

Lübeck. Freitag 7.15 Uhr: Vor dem Haupteingang der Dorothea-Schlözer-Schule am Jerusalemsberg reihen sich angehende Abiturienten, künftige Erzieherinnen und Pflegeassistenten in die abmarkierten Bereiche ein. 260 Schülerinnen und Schüler werden schriftlich geprüft. Drei Wochen lang geht das jetzt so, am Montag startete der Prüfungsmarathon. Im Juni folgen dann die mündlichen und praktischen Prüfungen.
Fünf Eingänge stellt die Berufsschule für Sozialwesen und Sozialpädagogik bereit, in 31 Räumen werden die Prüfungen abgenommen, 65 Lehrkräfte notieren die Namen der Prüflinge an den Eingängen, verabreichen Desinfektionsmittel für die Hände und beaufsichtigen die Klausuren in den Räumen. Einen Maskenzwang gibt es nicht. Für zwölf Risikoschüler, die beispielsweise Vorerkrankungen haben, gibt es extra Räume. „Wir haben heute Großkampftag“, sagt Schulleiterin Anja Siegel zu Bürgermeister Jan Lindenau (SPD), der sich von den Hygiene- und Schutzmaßnahmen überzeugt.
Nicht nur in Gymnasien und Gemeinschaftsschulen werden Abitur, Mittlerer Bildungsabschluss und Erster Allgemeiner Abschluss abgelegt, sondern auch in den Berufsschulen. Dort kommen die schriftlichen Prüfungen für alle Azubis hinzu, die eine duale Ausbildung durchlaufen.
„Alleine in Lübeck sind das rund 3500 Schülerinnen und Schüler“, sagt Stephan Cosmus, Leiter der Friedrich-List-Schule. „Die hohe Zahl von theoretischen, praktischen und mündlichen Prüfungen bindet in den Wochen bis zu den Sommerferien fast alle räumlichen und personellen Ressourcen.“ Wann angesichts dessen der reguläre Unterricht wieder aufgenommen werden könne, sei derzeit nicht absehbar, sagt der Schulleiter.
Die praktischen Prüfungen, die im Juni anstehen und ebenfalls in den Berufsschulen abgenommen werden, stellen die Einrichtungen vor eine besondere Herausforderung. Stephan Cosmus: „Was machen wir beispielsweise mit Köchen oder Restaurantfachleuten, die in ihren praktischen Prüfungen mit Gästen umgehen müssen?“

Niween Kassab und Bürgermeister Jan Lindenau
Foto: L. Roessler (LN)
Im grünen Forum der Dorothea-Schlözer-Schule am Jerusalemsberg schrieben 40 angehende Abiturientinnen und Abiturienten ihre Mathe-Klausuren. Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) – hier im Gespräch mit Niween Kassab – überzeugte sich von den Hygienemaßnahmen.
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