Start Aktuelles News „Agir ensemble autrement – Gelebte Nachhaltigkeit“
„Agir ensemble autrement – Gelebte Nachhaltigkeit“ PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: D. Ernst   
Donnerstag, den 18. Mai 2017 um 09:00 Uhr

Im Rahmen des fachübergreifenden Projektes hat für uns, die Klasse BG4-15, ein Schüleraustausch mit Schüler_innen der Lycée Doriole aus La Rochelle, Frankreich stattgefunden. Bevor diese 11 Schüler_innen am 3. April 2017 zu uns nach Lübeck kamen, beschäftigten wir uns in Gruppen mit vier Schwerpunkten zum Thema Nachhaltigkeit in Lübeck. Wir verfassten eine ca. 15seitige Hausarbeit und eine einstündige Präsentation mit selbstgedrehten Videoclips – alles in Englisch.

Zum einen setzten wir uns mit dem Lübecker Verkehrsverhalten auseinander, wobei ein besonderes Augenmerk auf Alternativen zum Autofahren gelegt wurde. Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Kleidung, das sich auf nachhaltige Läden und Shopping-Verhalten von Jugendlichen spezialisierte. Zum anderen war das Ziel einer Gruppe herauszufinden, ob und wie Lübecker Lebensmittelgeschäfte Essensreste weiterverwerten. Eine weitere Gruppe, die „Plastik-Gruppe“, erarbeitete sich die Vor-und Nachteile von Plastik. Außerdem ließen sie sich einem Interview auf Englisch von dem Lübecker Herrn Günther Bonin die Arbeit seines Bootes „Seekuh“, das Plastik aus den Weltmeeren fischt und sogleich weiterverarbeitet, erklären. Diese Recherchen wurden dann mit selbstgedrehten Videoclips veranschaulicht und in verkürzter Form den Schüler/-innen der Lycée Doriole nach Beginn des Austausches vorgetragen.

Die weitere Zeit während des Aufenthaltes in Lübeck bestand aus einer Stadtrallye, einem, auf das Projektthema bezogenen Fachvortrag in Englisch von Herrn Dr. Verwey und einer Betriebsbesichtigung des Unternehmens „Brüggen“. Eine Bootsfahrt nach Travemünde am Donnerstagabend rundete den Besuch der französischen Schüler/-innen ab. Am Freitagmorgen, den 7. April, verabschiedeten wir die Franzosen mit geteilter Freude und Trauer.

Am 1. Mai 2017 stand dann für uns die Reise nach Frankreich an. Nachdem wir gemeinsam mit Frau Kirsch und ihrem Shanty-Chor „Möwenschiet“ auf dem Rathausmarkt „in den Mai gesungen haben“, begann die 18-stündige Busfahrt.

Nach Ankunft am Montagabend in La Rochelle wurden wir den Gastfamilien zugeteilt. Der nächste Tag startete mit einer Führung durch den Hafen und die historische Altstadt, abgerundet mit einer Vorstellung im alternativen Rathaus, da das Hauptgebäude im vergangenen Jahr wegen eines Unfalles abbrannte. Nach dem Mittagessen wurden wir zu einer Projektvorstellung an einer Gastronomie-Schule empfangen, wo wir ein Konzept für Nachhaltigkeit an Schulen präsentiert bekommen haben. Zurück zum Hafen ging es dann mit dem „bus de mer“. Erschöpft fuhren wir heim zu unseren Gastfamilien und ließen den Abend dort ausklingen.

Am Mittwochmorgen besichtigten wir das Aquarium am Hafen der Stadt. Zur Entspannung stand uns der Nachmittag zur eigenen Entfaltung und Beschäftigung offen, wobei das gute Wetter mit gefühlten 25° C die Laune positiv beeinflusste. Erst am Abend trafen wir uns zum gemeinschaftlichen Bowling wieder, um einen Abend noch einmal gemeinsam als Gruppe zu verbringen.

Am Donnerstagmorgen, der eigentlich dem Schreiben der Projektzeitung galt, erhielten wir einen kleinen Einblick in das französische Schulleben. Danach ging es erneut Richtung Hafen, wo wir mit dem Boot eine Tour auf dem Atlantik machten. Dabei sahen wir u.a. „le Fort Boyard“. Unser letzter Exkurs war ein mehr oder weniger gelungener Ausflug in die städtischen Gewächshäuser, die uns mit innovativen Gedanken präsentiert wurden.

Abends gingen wir alle zeitig ins Bett, da die Rückfahrt ins heimische Lübeck um 4:00 Uhr in den Morgenstunden angesetzt war. Auf der Rückreise machten wir einen kurzen Zwischenstopp in der französischen Hauptstadt Paris, was in Verbindung mit vielen Staus unsere Ankunft in Lübeck verzögerte. Gegen 00:00 Uhr in der Nacht von Freitag auf Samstag erreichten wir nach 20 Stunden Busfahrt unser Ziel an der MuK und beendeten erschöpft die gemeinschaftliche Woche.

Am Ende bleibt für uns festzuhalten, dass dieser Austausch für jeden einzelnen eine besondere Erfahrung war. Abhängig vom jeweiligen Austauschpartner blieb die Beziehung zu den französischen Schülern/-innen größtenteils distanziert und vor allem Dingen von deren Seite wenig kooperativ. Dennoch haben wir in dieser Zeit viel über Nachhaltigkeit und das Leben in Frankreich gelernt sowie eine schöne Zeit mit der Klasse verbringen können.

Text / Fotos: D. Ernst
 


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