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Tag der kleinen Forscher 2016 PDF Drucken E-Mail

Ein Forscherfest der besonderen Art feierten Kinder der Lübecker Kita St. Marien heute (6. Juli 2016) gemeinsam mit angehenden Erzieherinnen und Erziehern des ersten Ausbildungsjahres in der Dorothea-Schlözer-Schule. Die Klasse hatte Forscherstationen zu den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde für die vier- und fünfjährigen Kinder im Unterricht vorbereitet. „Bricht der gleich aus?“, fragt Sophie und beobachtet gespannt, wie Henrike konzentriert Wasser in die Mulde ihres selbst gebauten Vulkans aus Erde und Knete träufelt. Und tatsächlich, das gelb eingefärbte Gemisch aus Natron, Brausetabletten und Zitronensäure brodelt zischend wie echte Lava aus dem Vulkankegel. An einem anderen Tisch untersuchen Paul und Elisa gemeinsam mit Schüler Ibrahim Mouhaled ein brennendes Teelicht, das in grün gefärbtem Wasser unter einem umgestülpten Glas steht. „Guck mal, das Wasser steigt hoch, die Kerze wird grün“, ruft Paul begeistert. Und Lisa ergänzt mit Forschermine: „Da sind ja Blubberblasen!“. Dann wiederholen sie den Versuch mit Gläsern in verschiedenen Größen. Erstaunt stellen sie fest, dass die Kerze im kleineren Glas schneller ausgeht als im größeren. Mouhaled freut sich über den Forschergeist der Kinder und darüber, dass er sein im Unterricht angeeignetes Wissen in der Praxis mit den Kindern anwenden kann: „Wir üben im Unterricht sonst nur mit unseren Klassenkameraden in der Rolle der Kinder. Forschen mit Kita-Kindern bringt viel mehr Spaß.“ Bjarne, Jonathan und Smilla untersuchen derweil ein anderes naturwissenschaftliches Phänomen. Sie setzen ihre ausgeschnittenen und zusammengefalteten Papierrosen in eine wassergefüllte Schale. Gespannt sehen sie zu, wie sich die Blüten langsam öffnen. Die Kinder liefern auch gleich die Erklärung dafür: „Das Papier saugt sich mit Wasser voll.“ „Die Beobachtungen der Kinder sind ein bedeutender Bestandteil beim forschenden Lernen“, betont Fachlehrerin Dr. Annette Stöldt. „Es ist wichtig, dass die Jungen und Mädchen ihre eigenen Erfahrungen machen, an ihr Vorwissen anknüpfen und selbst Erklärungen finden.“ Durch das anschließende Reflektieren ihres Vorgehens werde den Kindern bewusst, dass sie etwas gelernt haben, so Stöldt. Diesen pädagogischen Ansatz vermittelt die Lehrerin auch ihren Schülerinnen und Schülern. Er stammt von der gemeinnützigen Berliner Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, für die Stöldt seit sechs Jahren als Trainerin tätig ist. Sie gibt Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik, seit diesem Jahr auch im neu gegründeten Netzwerk „Kleine Forscher Schleswig-Holstein Ost“.

Das Forscherfest endete mit einem gemeinsamen Mittagessen mit von der Schulklasse selbst gebackener Kinderpizza im schuleigenen Schlözer's Cafe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sophie (li) und Henrike (re) zünden ihren selbst gebauten Vulkan Die Kita-Kinder, ihre Erzieherinnen und die Klasse der Dorothea-Schlözer-Schule feierten ein Forscherfest.
Text/Fotos: Andrea Baum
 


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