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Das Erasmus Programm: Angehende Erzieherinnen sammeln Erfahrungen in Wien

Im Rahmen unserer Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin hatten wir die Möglichkeit, von Ende Januar bis Anfang April unser Mittelstufenpraktikum in Wien zu absolvieren.
Spontan oder nach längeren Überlegungen entschieden wir uns aus folgenden Gründen zu dem Praktikum: Eine starke Motivation war es, Erfahrungen im Ausland sammeln zu können, sowohl beruflich als auch privat. Da einige auch noch zu Hause wohnen, war es die Möglichkeit, zu erfahren, was es bedeutete, alleine zu wohnen und zu lernen, wie es ist, auf eigenen Beinen zu stehen. Da es in Deutschland kaum noch die Möglichkeit gibt, Erfahrungen im Hort zu sammeln, war es eine schöne Möglichkeit, auch dieses Arbeitsfeld kennenlernen zu dürfen. Wir hofften, dass uns die Erfahrung zusätzlich darin bestärkt, auch zukünftig in Großstädten und im Ausland arbeiten zu können. Außerdem hat uns die Vielfalt, die vor allem die Stadt Wien bietet, sehr angesprochen. Begonnen hat unser Auslandsabenteuer mit den Vorbereitungen, die schon von Deutschland aus getroffen werden konnten. Von der Erasmusstiftung wurde uns finanzielle Unterstützung in Form eines Stipendiums zugesprochen. Mit dieser finanziellen Unterstützung mussten wir von hier aus selbstständig Wohnungen suchen und die Anreise planen. Von der WG bis zum Einzelapartment war am Ende alles dabei. Gefunden haben wir die Wohnungen hauptsächlich über Airbnb. Die Suche nach einer passenden Wohnung war in jedem Fall sehr zeitintensiv und bedurfte einer sorgfältigen Auswahl.
Die Anreise fand mit Zug oder dem Flugzeug statt. Da wir alle frühzeitig gebucht haben, war es möglich, sehr kostengünstig zu reisen. Am nächsten Werktag ging es dann für uns in die Einrichtung, an die wir durch Erasmus vermittelt worden waren. Alle Einrichtungen gehörten zu dem privaten Träger „Kinder in Wien“ , kurz KiWi. KiWi unterhält in Wien insgesamt 10 Horte und 70 Kindertagesstätten. Wir hatten vorab die Möglichkeit, zu entscheiden, ob wir unser Praktikum in einem Hort oder einer KiTa machen wollten.
Gleich am ersten Tag konnten wir im Tagesablauf eines der Leitziele von KiWi kennenlernen - das Arbeiten im offenen System. Schwerpunkt des offenen System waren die Funktionsräume und dass die Kinder die Möglichkeit hatten, sich frei zwischen Räumen und Aktivitäten zu entscheiden. Mit zu dem Konzept von KiWi gehört es auch, dass die Kinder durch Ausflüge den Großraum Wien kennen lernen. Diese Ausflüge wurden mit unterschiedlichen Intentionen veranstaltet. So kam es, dass wir die Kinder ins Kino, aber auch in Museen oder in kulturell oder historisch bedeutende Gebäude begleiten durften.
Dies inspirierte uns dazu, auch außerhalb der Arbeit Erfahrungen zu sammeln und die sozialen und kulturellen Möglichkeiten der Stadt zu entdecken. Highlights waren auf jeden Fall die Einkaufsmöglichkeiten an der Mariahilferstraße, das Nachtleben mit den unterschiedlichsten Bars, die Architektur der Stadt und die unterschiedlichsten Museen, die vor allem das Wirken der großen Künstler der vergangenen Jahrhunderte widerspiegelten. Natürlich gehörte auch der Besuch des Praters zu den beeindruckendsten Erlebnissen der Zeit.
Abschließend konnten wir festhalten, dass uns die Erfahrung in vielerlei Hinsicht bereichert hat. Sowohl privat als auch beruflich konnten wir viele neue Kompetenzen erwerben oder erweitern. Besonders wurden unser Selbstbewusstsein, unsere Offenheit, unsere Anpassungsfähigkeit und unsere Fähigkeit zur Selbstorganisation gestärkt.
Wir alle halten fest, dass es eine mehr als bereichernde Erfahrung war, die wir nicht missen möchten und würden jedem empfehlen, die Chance zu nutzen, um diese Erfahrung ebenfalls zu machen.

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