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Schule ohne Rassismus - Asyl ist Menschenrecht

Autorin Frauke Kässbohrer liest zur Eröffnung der Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“


„Man zieht einen Ertrinkenden nicht aus dem Wasser und lässt ihn dann allein!“ – so fasst die Lübecker Autorin Frauke Kässbohrer ihr Engagement in der Flüchtlingshilfe zusammen. Und ihre besondere Hilfestellung galt Akbar. Seine Geschichte hat sie in einem Buch mit dem Titel „Bloß nicht weinen, Akbar!“ aufgeschrieben. Anlässlich der schulinternen Eröffnung der Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ am Donnerstag in der Dorothea-Schlözer-Schule hat Kässbohrer, eine ehemalige Lehrerin, aus ihrem Buch gelesen und die zahlreiche Zuhörerschaft bewegt.

Seit 2014 ist die Dorothea-Schlözer-Schule als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zertifiziert. Damit hat sich die große Berufsbildende Schule verpflichtet, regelmäßig Projekte gegen Rassismus an der Schule durchzuführen. Die Lesung begleitete die von Pro Asyl e.V.  initiierte Ausstellung zu Fluchtursachen. Federführend mitgewirkt hat dabei auch die Schülervertretung der DSS. „Einen Riesen-Lottogewinn“ nennt es SV-Vertreterin Britta Ingwersen in ihren einleitenden Worten, „dass wir hier in Frieden leben dürfen!“

Knapp 300 Schülerinnen und Schüler lauschten dem leidenschaftlichen Beitrag der pensionierten Lehrerin, die einen entscheidenden Anteil daran hatte, dass der sechzehnjährige Afghane nach seiner abenteuerlichen Flucht über den Iran, die Türkei und Griechenland hier Fuß fassen konnte. In den vergangenen sieben Jahren hat Akbar mit viel Fleiß und Engagement nicht nur seinen Mittleren Schulabschluss erworben, sondern auch einen Ausbildungsplatz im Handwerk ergattert. Eine wesentliche Voraussetzung für diese erfolgreiche Integration ist natürlich die Sprache. Das hat Frauke Kässbohrer erkannt und nicht lange gezögert, ihre freie Zeit nach der Pensionierung bedürftigen Flüchtlingen zu schenken und den Spracherwerb zu fördern. Akbar hat ihr viel zu verdanken, nicht zuletzt seine kürzlich erteilte unbefristete Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland.

Akbars Geschichte begeistert und rührt zu Tränen. Und sie zeigt, dass hinter jedem Begriff wie Asylbewerber oder Asylantrag ein Mensch steht, so Schulleiterin Anja Siegel bei ihrer Begrüßung. Der tosende Applaus im Anschluss an die Lesung, die von musikalischen Beiträgen unter anderem auch der DAZ-Klasse (Deutsch als Zweitsprache) umrahmt wurde, brachte das ebenso zum Ausdruck wie der Menschenkreis in Form eines Peace-Zeichens vor der Schule.

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 Fotos: M. Sorgenfrei  
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