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Betzavta - Miteinander

Demokratie ist mehr als eine Staatsform. Sie ist eine Lebensform. Jeden Tag treten wir mit anderen in Kontakt, oft auch in Konflikte. Jeden Tag müssen wir Entscheidungen treffen, wie unsere Bedürfnisse und die Bedürfnisse unserer Mitmenschen abgewogen oder in Einklang gebracht werden können. Die Arbeit von Schülervertretungen und Verbindungslehrkräften ist ein zentraler Beitrag zur Verankerung demokratischer Kultur in einer der wichtigsten Institutionen der Demokratie, der Schule. 
Vom 14.-16. Februar 2018 bot das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) in Kooperation mit dem Gustav-Stresemann-Institut Niedersachsen e.V., dem Landesbeauftragten für politische Bildung und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eine dreitägige Großveranstaltung des Demokratie-Lernprogramms "Betzavta-Miteinander" und dessen Weiterentwicklung "Mehr als eine Demokratie" an, die die Arbeit der Verbindungslehrkräfte und Schülervertretungen würdigen sollte. Das Konzept “Betzavta" wurde 1988 in Jerusalem entwickelt und hat seinen Ursprung in der israelischen Friedensbewegung.
Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßten Ministerpräsident Daniel Günther und der Landesbeauftragte für politische Bildung Dr. Christian Meyer-Heidemann am Mittwoch die Schüler*innen und Lehrer*innen in Kiel. Für ihr Vorhaben, demokratische Prozesse noch stärker an den Schulen zu verankern, wünschten beide viel Erfolg ­ Dr. Meyer-Heidemann betonte: “Demokratie ist nicht nur eine Staatsform, sie muss als Lebensform im Schulalltag wahrgenommen werden." 
Die aus Israel angereiste Referentin Dr. Uki Maroshek-Klarmann stellte die “Betzavta-Methode" in ihrem englischsprachigen Einführungsvortrag vor. Sie ist Leiterin des Adam Institute for Democracy and Peace in Jerusalem und hat diese Methode entwickelt. Die Methode fördert die Konfliktkompetenz der/des Einzelnen und bietet den Teilnehmerinnen/Teilnehmern Handwerkszeug für einen neuartigen Umgang mit Konflikten. Andere Personen würden nicht mehr als “Gegner*innen" empfunden, sondern als Personen, die “eine andere Wahl getroffen haben". Die Fortbildung fand am Gustav-Stresemann-Institut Niedersachsen e.V. (GSI) in Bad Bevensen statt. Das GSI verfügt über eine langjährige Expertise in der Durchführung von Betzavta-Fortbildungen und bildet Betzavta-Trainer*innen aus. 
Dr. Maroshek-Klarman leitete in Bad Bevensen einen über den gesamten Zeitraum der Fortbildung dauernden Workshop für die Verbindungslehrkräfte in englischer Sprache. In einer Palette vielfältiger Übungen wurde das spannungsvolle Verhältnis von Freiheit und Gleichheit nachvollziehbar gemacht, der Umgang mit Freiheit und Verantwortung trainiert und jede Menge Fragen aufgeworfen, die das demokratische Konfliktmanagement schulen sollten.

Insgesamt nahmen 87 Schülervertreter*innen und 16 Lehrer*innen von verschiedenen Schulen aus Schleswig-Holstein teil.

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